Die Welt des Wolfs

Die Geschichte der Wasserkönigin


2. Kapitel: Die eitle Nixe


So lebten wir in Einklang und Frieden,
freuten uns und waren zufrieden,
in einer seligen Harmonie fließend,
uns und die anderen liebend.


"Nur eine unserer eitlen Schwestern
verabscheute der Königin harmonische Gesten
und war eifersüchtig auf ihre freie Bewegung
und unsere sich wendende und wechselnde Regung."


"Das war die neidische Nixe aus dem tiefen Teich,
die darin hockte in ihrem Schattenreich,
und alles hasste, was sich wandelte
und frei und liebend handelte."


Dies ist die eitle Nixe in einer Gestaltung,
wie sie sich gerne präsentierte in ihrer Haltung.

"Sie konnte einen Zauber ersinnen,
der ließ alle Bewegungen gerinnen
durch eine frostig kalte Welle,
durch die alles gefror, auf der Stelle.

In einer kalten Winternacht
hat sie damit alles zu Eis gemacht
alles Fließen ist erstarrt
und auch die Königin wurde hart."


Dies ist die zu Eis erstarrte Welt der Wasserkönigin.

Unsere Welt erlitt ein schlimmes Geschick,
und es war Schluss mit allem Glück,
doch hat die Zaubernixe nicht bedacht,
dass auch sie selbst nicht mehr erwacht.

Tiefgefroren sitzt sie seither fest
in ihrem klirrend kalt gewordenen Nest,
wo auch sie, inmitten von allem erstarrt,
auf ihre eigene Erlösung harrt.



3. Kapitel