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Die Welt des Wolfs

Ein Wolf


wolf

Ein Wolf war einst allein im Wald,
dort war es dunkel und auch kalt,
drum wollte er woanders hin gehen,
um eine neue Welt zu sehen.

Der Weg war schwer und weit
und er brauchte für ihn viel Zeit,
als er schließlich Licht gewahrte,
war er schon alt mit langem Barte.

Trotzdem war seine Freude groß,
und lauthals heulte er los,
so konnten die Leute ihn entdecken
und den Jäger rufen voll Angst und Schrecken.

Kaum hatte er die Sonne genossen,
da wurde schon auf ihn geschossen
und jemand rief die Polizei,
die eilte auch sogleich herbei.

Was tun, fragte er in seiner Not:
"Die schießen mich am End' noch tot?
Am besten ich verstelle mich als Hund,
wedle mit dem Schwanz und halte den Mund."

Da sagten alle: "Das arme Tier,
was macht das auf dem Felde hier?
Wir werden ihn gleich adoptieren
und an einer Leine führen.

So war er dann in Wärme und Licht,
aber Freiheit, die hatte er nicht,
er ließ es so gewähren, mit einer versteckten Träne,
nur manchmal, bei Vollmond, bleckte er seine Zähne.