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Die Welt des Wolfs

Schwarz und Weiß



Am Anfang schied Gott die Finsternis vom Licht,
das war ein Ereignis, von dem die Bibel spricht,
doch statt dass die beiden schön getrennt blieben,
hat der Geist, dem nie etwas passt, sein Unwesen getrieben.

Er zerstückelte des Lichtes heile Helle
und spaltete die Finsternis in tausend und eine Zelle,
kaum war der Tag erwacht,
schon wurde es wieder Nacht.

So ist das Leuchten der Strahlen des Lichts,
bis heute mit den Schatten vermischt,
schwarz und weiß, wie auf einem Schachbrett vereint,
durchdringen einander und sind sich feind.

So ist die Welt zersplittert zwischen beiden,
in dauerndem Streit bekämpfen sich ihre Seiten,
selbst im Menschen zanken die zwei
und er findet keinen Frieden dabei.

Da hilft nur eines, statt zerrissen zu werden,
sich nicht parteilich zu gebärden
und zwischen dem entzweiten Treiben
für sich im Gleichgewicht zu bleiben.


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